Die Geschichte der Bahn

Begonnen hat alles mit dem Jahr 1874. Es war der englische Ingieur William Murdock, der in diesem Jahr einen gleislosen Dampfwagen als Versuchsmodell gebaut hat. Damit war der Grundstein zur Modelleisenbahn, so wie sie heute bekannt ist, gelegt. Und doch gab es vorher einige Entwicklungen, die in die Geschichte mit eingeflossen sind.

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England als Mutterland 

Begonnen hat alles in England, das ohnehin als Mutterland der Eisenbahn gilt. Modelle von Eisenbahnzügen werden dort schon seit dem 19. Jahrhundert hergestellt. Teilweise haben sie schon zu damaliger Zeit als Werbemodelle gedient. Beispielhaft kann dafür das Modell der Rocket angeführt werden, das Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1829 für seine Enkel erhielt. Das Modell, damals von englischen Freunden übergeben, kann heute im Goethe-Nationalmuseum im Rahmen der Dauerausstellung besichtigt werden. Von Diez Imbrechts wurde im gleichen Jahr eine betriebsfähige Modellbahn gebaut, die als Geschenk für den spanischen Königshof gedacht war. 

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Die erste Zugfahrt in Deutschland

Der nächste Meilenstein in der Geschichte der Eisenbahn und der Modellbahn folgte im Jahr 1835. Zum ersten Mal fuhr die Eisenbahn in Deutschland von Nürnberg nach Fürth. Zur damaligen Zeit wurde ein farbiger Ausschneidebogen veröffentlicht, aus dem der Adlerzug erarbeitet werden konnte. Außerdem wurden passende Zinnfiguren herausgegeben.

Es sollten noch einmal fünf Jahre vergehen, bis die ersten Nachbildungen der Eisenbahnen aus Blech angefertigt wurden. Nachweislich steht auch fst, um wen es sich als erstes Kind gehandelt hat, das die erste Modelleisenbahn besaß. Genauer gesagt handeltes sich dabei um den kaiserlichen Prinzen Napoleon Eugene Louis Bonaparte, der im Jahr 1859 viel Freunde an dieser Bahn hatte.  Aufgebaut wurde die Bahn im Park von Saint-Cloud. Über einen längeren Zeitraum war die Modellbahn sogar im Museon die Rodo aufgebaut, das sich im französischen  Uzes befindet. Mittlerweile ist jedoch die Auflösung dieser Sammlung erfolgt. Die 60-er Jahre des 19. Jahrhunderts brachten weitere Veränderungen mit sich. Dabei hat die Firma Myers einen Katalog veröffentlicht, in dem Lokomotiven mit Dampfbetrieb präsentiert wurden. Am Ende dieses Jahrzehnts war auch die erste Anzeige in Deutschland zu sehen, die nachgewiesen ist. Verantwortlich für diese Anzeige ist die Königsberger Firma Carogatti. Präsentiert werden Lokomotiven mit oszilliertendem Zylinder, die im Zimmer fahren können. 

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Ein besonderer Meilenstein 

Für das Jahr 1882 wird in der Geschichte der Bahn die erste Eisenbahn verzeichnet, die elektrisch betrieben wird. Schon ein Jahr später gelangte bei elektrisch betriebenen Eisenbahnen zum ersten Mal das Zweischienen-Zweilteiter-System zum Einsatz. Zuvor war der Betrieb der Modelle ohne Schienen erfolgt. Daher wurde bei diesen Modellen auch von einem Bodenläufer gesprochen. Ferner gab es in früheren Jahren auch noch Echtdampf-Modelle, die auch als Tröpfler bezeichnet worden sind. Sie hitnerliegeßen auf dem Boden eine Tropfspur.

Geschrieben und Copyright by Marina Teuscher 2014 – 2025