Arzttermine und Ernstes

Mit langsamen Schritten nähert sich der November – endlich.

Zum einen bedeutet dies, dass es für mich wieder zu den Ärzten geht. Die nächsten Kontrolluntersuchungen stehen an. Da heißt es dann auch wieder, dass ein Besuch im Martin-Luther-Brustzentrum ansteht. Zu den Kontrollen geht es noch etwa drei bis sieben Jahre mindestens. Mit Sicherheit darf ich da auch wieder alleine hingehen. Hier ist noch ein Rückblick auf die erste Erkrankung. Zu dem Zeitpunkt habe ich Spritzen verordnet bekommen, zu denen ich einmal im Monat gehen durfte. Es war das einhalten eines exakten Rhythmus erforderlich. Daher musste ich auch an einem Freitag stets früher gehen. Natürlich wussten nur die Chefs über die Geschichte Bescheid. Zu dem Zeitpunkt stand ich noch viel zu sehr unter Schock, dass ich auch an Krebs erkrankt war. Und wer redet schon gern über Krebs.

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Doch es steht noch etwas anderes an – der 12. November. Wodurch die Geschichte so lange lebendig ist, kann ich nicht beurteilen. Mittlerweile ist es ein Datum, dass ich hasse. Seite Jahren werde ich aufgrund dieses Datums von einem vernünftigen Leben abgehalten, obwohl ich trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen längst anderen Aktivitäten nachgehe und das Arbeitsverhältnis mit dem Personaldienstleister lange beendet ist. Mittlerweile bin ich das zweite Mal an Krebs erkrankt und in Behandlung. Ich bin froh, wenn dieser Tag endlich vorbei ist. Dann hat man ja wieder ein Jahr Zeit sich zu überlegen, wie man diesmal meine Aktivitäten stören will. Oder wird die Zeit vielleicht doch nochmal anders bevor ich in Rente gehe?

Trotzdem ich mir etwas eigenständiges trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen seit Jahren aufgebaut habe, kann ich mich mitunter nicht erwhren, das ich auch 20 Jahre danach von meinen Ex-Arbeitgebern belästigt werde. Wie besessen muss man von einer alten Geschichte sein? Ich wende mich trotzdem weiter meinen Aufgaben zu, auch wenn mich das Unternehmen auch noch in zehn Jahren belästigen sollte.